Verfassungsänderung in Russland: Putin auf Lebenszeit

Russland bekommt eine neue Verfassung, die Kremlchef Wladimir Putin das Regieren bis 2036 ermöglicht. Sie wurde im Referendum mit klarer Mehrheit angenommen. Aber es gibt auch Protest.

Es ist die die größte Verfassungsänderung in der Geschichte Russlands – und das Volk hat sie nun legitimiert. Rund 78 Prozent der abgegebenen Stimmen sprachen sich nach Angaben der Wahlkommission für das neue Grundgesetz aus. Mit diesem könnte der 67-jährige Putin noch 16 Jahre an der Macht bleiben. 21,2 Prozent lehnten demnach die Verfassung ab. Die Wahlbeteiligung wurde mit rund 65 Prozent angegeben. Insgesamt waren im flächenmäßig größten Land der Erde mit elf Zeitzonen 110,5 Millionen Wähler aufgerufen, ihre Stimme für das neue Grundgesetz abzugeben.

16 Jahre Amtszeit – annulliert

Erste Ergebnisse wurden bereits veröffentlicht, als die von Manipulationsvorwürfen überschattete Abstimmung noch nicht in allen Teilen des riesigen Landes beendet war. Die letzten Wahllokale schlossen am Abend um 20.00 Uhr MESZ in der Exklave Kaliningrad.

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